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Velvet Revolver

17.06.05, Grugahalle, Essen

Die Karten waren drei Monate vor dem Konzert bestellt – und diese drei Monate waren Ruckzuck um. Heute war es also soweit. Velvet Revolver, zum zweiten Mal. Ich habe mich gefreut, wie vor noch keinem anderen Konzert. Natürlich war ich total in Stimmung und wir waren um 15.30 Uhr vor der Halle. Sichtlich wenig Leute. Ich schätze zwanzig. Wenn überhaupt. Wie dem auch sei, die Zeit verging und schließlich füllten sich die Eingänge. Es ergab sich eine Menge von ungefähr 150-200 Leuten, als wir relativ pünktlich, um 19 Uhr in die Halle gelassen wurden. Diesmal waren mehr Velvet Revolver Fans zu erkennen als in dem Konzert davor (Köln, 2004) Und es war auch eher ein Velvet Revolver gig, für Velvet Revolver Fans und nicht irgendwelchen anderen Fans die sich die Band nur mal ansehen wollten. Der Ansturm war natürlich groß, als die ersten Leute hereingelassen wurden. Und dann geschah etwas wofür ich mich heute noch bedanke: Ich bekam einen Platz in der ersten Reihe – Mitte / Rechts. Unglaublich. Ich konnte es kaum fassen. Der perfekte Platz. Aber nun hieß es leider wieder warten. Draußen haben wir 3 ½ Stunden gewartet, drinnen noch einmal ganze 2 Stunden. Das lag wohl daran, das die Band keine Vorband mehr gefunden hat. Schade, das Warten wurde fast unerträglich.

Aber dann – die berühmt bekannte Ansage – und sie standen auf der Bühne. Riesiger Beifall. Und schon wurde gedrückt, aber es war, das ganze Konzert über, gut auszuhalten. Sucker Train Blues, der richtige Opener. Die Menge und auch die Band tobten. Einfach unglaublich. Schon dieser Song hatte mich von Köln im letzten Jahr mehr überzeugt. Es folgten die Klassiker im Mittelteil: Do It For The Kids, Headspace, Superhuman und Crackerman bis es wieder zu einem der Highlights der Show kam: Illegal I Song. Slash nutzte seine Talkbox und brachte einen einmaligen Sound. Direkt an Illegal I Song anschließend folgte dann Fall To Pieces. Der wunderbare Sound der Gitarre hat mich schwer beeindruckt, hatte ihn gar nicht so gut in Erinnerung (von Köln). Eine Klasse Performance, auch von Scott aus. Die Menge konnte sich ein wenig erholen bevor es sofort wieder richtig rockte: Dirty Little Thing, die aktuelle Single. Es wummte, das Publikum war begeistert. Danach Big Machine, der Guns N’ Roses Klassiker It’s So Easy und der Stone Temple Pilots Song: Sex Type Thing. Natürlich ging's auch bei diesen beiden Songs richtig ab. Nun folgte Set Me Free, der Song für den „Hulk“ Movie. Auf jeden Fall ein weiteres Highlight der Show. Der Song haut richtig rein und der Mittelteil, indem Scott die Menge noch einmal richtig einheizt zu dem darauf folgendem Solo, indem nicht nur Slash seine Künste zeigt, sondern auch Dave. Wirklich erstaunlich, wie die Band den Song im Laufe der Tour umgeändert hat, zu einem besonderen Live Ereignis, genau wie Slither, aber dazu später. Man merkte richtig wie Dave seinen Platz in der Band gefunden hat, er war nicht mehr der Rhythmus Gitarrist der das gesamte Konzert lang hinten links in der Ecke steht, er ging richtig ab. Und ich meine: Richtig! Nach diesem Song verließ die Band zum ersten Mal die Bühne. Die Wartezeit betrug etwas länger als gewöhnlich aber die Fans wollten mehr. Schließlich kam Slash mit einer Doppelhalsigen SG Gitarre auf die Bühne und Scott mit einem Barhocker. Eindeutig: der Pink Floyd Coversong: Wish You Were Here. Jetzt noch kann ich mich an die verdunkelte Bühne erinnern, die mit Rauch bedeckt war. Slash mit dem fantastischen Gitarrenspiel und, wie Scott, eine Kippe im Mund. Für mich, ganz klar, auch ein Highlight der Show. Danach spielten sie You Got No Right. Diesen Song will die Band bald akustisch im Studio aufnehmen und veröffentlichen. Live klang dieses Lied wundervoll. Es hat mich mehr überzeugt als auf der Platte. Nun verließ die Band ein zweites mal die Bühne um danach noch mal richtig Power zu geben. Nach einem kurzen Drum“solo“ hörte man dann deutlich Mr. Brownstone heraus, auch ein alt bekannter Guns N’ Roses Song. Zum Abschluss gab es dann Slither. Der Song haut wohl am meisten rein und ist auch, denke ich, der bekannteste. Das Publikum war noch einmal richtig außer sich und ging richtig ab. Wirklich erstaunlich wie die Band den Song während der Tour verändert haben. Vergleiche ich mit letztes Jahr in Köln klang das Lied in Essen um einiges besser.

Der gesamte Auftritt war absolut spitze und ich kann mich für den Eintrittspreis (40€) ohne Vorband letztendlich nicht beschweren. Ich bin voll auf meine Kosten gekommen und es war sicherlich eines der besten Konzerte die ich je besucht habe. Der Sound war okay (Scott ein wenig zu leise) und das Licht waren spitze. So wünscht man sich ein Konzert. Gerne wieder!
Rock on!

Bericht von Max

Sucker Train Blues
Do It For The Kids
Headspace
Superhuman
Crackerman
Illegal I Song
Fall To Pieces
Dirty Little Thing
Big Machine
It´s So Easy
Sex Type Thing
Set Me Free

Encores
Wish You Were Here
You Got No Right
Mr. Brownstone
Slither


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photographes shot by Tobi
 

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